Die Vögte von Weida

Die Vögte und Herren von Weida

Eine Auflistung der urkundlich belegten Regierungszeiträume der Vögte und Herren von Weida und die geschichtlichen Ereignisse um die Entwicklung des Herrschaftsgebietes von Weida in einer Übersicht.

 

1122 Erkenbertus de Withaa, Ministeriale

 

1143 - 1163 Erkenbert II. und sein Bruder Heinrich I. erhielten vom Kaiser das Gebiet um den Veitsberg in Wünschendorf als Lehen und errichteten dort eine Burg. Übersiedelung 1152 bis 1155 samt der deutschen Kolonie nach Weida, Bau einer neuen Befestigung in der Nähe der heutigen Widenkirche und Gründung der Altstadt von Weida. Die ansässigen Sorben wurden verdrängt.

 

1163 -1193 Heinrich I. (der Fromme) erbaute im oben genannten Zeitraum das "Feste Haus zu Weida" (die Osterburg) und legte am Fuße der Burg die Neustadt an.

 

1193 - 1209 Heinrich H. (der Reiche) Einziger Vogt, der das Land allein regierte. Es stiftete 1193 das Kloster Mildenfurth in Wünschendorf und baute die Altstadt und Neustadt weiter aus.

 

1209 wurde Weida erstmals als Stadt erwähnt.

 

1209 -1224 Heinrich III. (der Ältere) Verwaltung des Besitzes gemeinsam mit seinen Brüdern, Heinrich IV. und V.

 

1209 -1249 Heinrich IV. (der Mittlere) auch Landmeister in Preußen

 

1209 -1240 Heinrich V. (der Jüngere) Es erfolgte eine Landesteilung. Heinrich IV. wurde Vogt von Gera und Stammvater der Linien und Häuser Plauen, Reuß und Gera. Die Osterburg ist somit auch Stammburg und Ursprung der Reußischen Fürstenlinien. Heinrich V. wurde Vogt von Greiz. Stiftung des Klosters Cronschwitz 1238.

 

1237 -1255 Heinrich VI. (der Pfeffersack) Sohn Heinrichs III., erhielt in der Landesteilung die Herrschaft Weida und Ronneburg.

 

um 1257 Heinrich VII. (der Rote) Sohn Heinrichs VI., verstarb ohne Nachkommen.

 

1258 -1279 Heinrich VIII. (von Orlamünde) übernahm die Herrschaft von seinem Bruder Heinrich VII. und erwarb die Stadt Hof und Regnitzland.

 

1281 -1320 Heinrich IX. (der Ältere)

 

1288 - 1293 Heinrich X. (der Jüngere) Die Herrschaft der Weidaer Vögte erreichte ihre größte Macht. Es entstand die Bezeichnung "Vogtland" mit seinem weltlichen und geistlichen Zentrum Weida ("Wiege des Vogtlandes").

 

1289 -1363 Heinrich XI. (der Ältere) 1293 -1358 Heinrich XII. (der Graf) Durch Streitigkeiten um die Macht und wiederholten Erbteilungen begann der langsame Verfall der Vogtei Weida.

1351 -1367 Heinrich XIII. (der Ritter) verkaufte 1366 Hof und Regnitzland an seinen Bruder Heinrich XIV.

 

1355 -1373 Heinrich XIV. (der Rote) Hof und Regnitzland wurden 1373 an den Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg verkauft.

 

1374 -1402 Heinrich XV.

Er verbriefte 1377 der Stadt Weida ihre Statuten und war der letzte Herrscher, der sich "Vogt von Weida" nannte. Seine Nachfolger wurden nur noch als "Herren von Weida" bezeichnet. Wegen Unstimmigkeiten aus dem Verkauf der Ländereien Hof und Regnitzland kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen und die Herrschaft von Weida kam in Schulden. Die Wettiner nutzten diese Situation, um in den Besitz der Weidaer Herrschaftsgebiete zu kommen.

 

1402 -1452 Heinrich XVI. (der Ältere) Er verpfändete 1406 seinen Anteil von Weida an die Wettiner und tauschte ihn 1410 unter Zuzahlung gegen das Haus und die Stadt Schmölln ein.

 

1404 -1414 Heinrich XVII. (der Mittlere) verkaufte 1410 seinen Anteil an den Markgrafen von Meißen.

 

1404 -1462 Heinrich XVIII. (der Jüngere) vertauschte 1427 dem Markgrafen von Meißen seinen Anteil gegen Schloss und Stadt Berga. Erwarb 1454 von der Plauener Linie die Herrschaft Wildenfels.

Damit ging der älteste Besitz den nach ihnen benannten Vögten von Weida für immer verloren. Mit dem Enkel des letzten Besitzers von Weida, Heinrich XXIII., starb 1531 die Linie Weida der Vögte und Herren von Weida männlicherseits und mit dessen Tochter Margarethe 1569 vollständig aus.

 

Stammbaum der Vögte

 

 

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